Fast alle unterschätzen Dauer. Wir speichern drei Schätzungen: optimistisch, wahrscheinlich, pessimistisch. Nach Abschluss vergleichen wir und berechnen systematische Abweichungen. Diese persönliche Korrekturzahl fließt fortan in Planungen ein. Ein Entwickler verkürzte Überziehungen drastisch, nachdem er stets das achtzigste Perzentil verwendete. Psychologisch half, nicht „schlecht geschätzt“ zu denken, sondern „mehr gelernt“. Fehler werden zu Parametern, die nächste Woche klüger machen, statt zu Schamquellen.
Wir erfassen Energie und Stimmung kurz vor und nach Arbeitseinheiten und plotten sie über Wochentage und Tageszeiten. Überraschend oft verschiebt sich Spitzenzeit saisonal. Wer das sieht, verlegt Kreativblöcke mutig. Eine Lektorin gewann jeden Nachmittag eine Stunde, indem sie Mails in ihr energetisches Tal verschob. Der Index schützt vor heldenhaften, aber sinnlosen Kämpfen gegen Biologie und macht Selbstfürsorge zu einer rationalen, planbaren Investition.